Vier Bedingungen vor dem ersten Entwurf
W. Ingo Schmitt ist Ressortleiter für IT und Infrastruktur und wollte eine eigene Adresse im Netz, neben seinen Profilen bei LinkedIn und Xing. Seine Liste war kurz und streng:
- Keine Daten an Dritte
- Kein Cookie-Banner
- Keine Ladezeit über einer Sekunde
- Ein Auftritt, der nicht wie eine Bewerbungsmappe wirkt
Was „keine Daten an Dritte“ praktisch heißt
Viele Websites laden beim Aufruf Schriften von Google, ein Analysewerkzeug oder eine eingebettete Karte. Jede dieser Anfragen schickt die IP-Adresse des Besuchers an einen fremden Server, und genau dafür braucht es dann ein Einwilligungsbanner.
Wir sind den umgekehrten Weg gegangen. Schriften und Bilder liegen auf dem eigenen Server, ein Analysewerkzeug gibt es nicht. Beim Laden verlässt keine Anfrage die Domain. Ein Banner entfällt, weil es nichts gibt, in das man einwilligen müsste. Auch ein Kontaktformular fehlt mit Absicht: Es bräuchte einen Versanddienst, und der wäre wieder ein Dritter. Kontakt läuft per E-Mail, die Adresse setzt der Browser erst beim Anzeigen zusammen.
Seitwärts statt nach unten
Damit die Seite nicht nach Lebenslauf aussieht, läuft sie quer. Das Mausrad bewegt die Inhalte zur Seite, Abschnitt für Abschnitt: Kurzvorstellung, Werdegang, Kontakt. Wer die Seite öffnet, merkt beim ersten Scrollen, dass hier jemand mit Absicht anders gebaut hat.
Ein Werdegang im echten Maßstab
Die meisten Lebensläufe zeigen jede Station gleich groß, ob sie sechs Monate gedauert hat oder sechs Jahre. Hier ist die Zeitachse maßstabsgetreu. Ein Monat entspricht immer derselben Strecke, vier Jahre in einer Rolle sind auf dem Bildschirm doppelt so lang wie zwei. Wer der Achse von 2005 bis heute folgt, sieht ohne zu lesen, wo die langen Phasen lagen.
Als Person gefunden werden
Im Code steckt eine Beschreibung als Person, mit Rolle, Arbeitgeber und den Profilen bei LinkedIn, Xing und Instagram. Suchmaschinen können die verstreuten Profile so einer einzigen Person zuordnen, statt mehrere Namensvettern zu vermuten.
Planst du selbst eine persönliche Seite, lohnt dieselbe Frage am Anfang: Was muss die Seite überhaupt laden? Jede Antwort darauf spart Ladezeit und oft auch ein Banner.


